Erfahrungsbericht: Pendeln – notwendiges Übel oder Chance zum abschalten?

Viele Arbeitnehmer haben den Job heute nicht mehr „mal eben um die Ecke“. Auch für viele berufstätige Mütter ist es mittlerweile selbstverständlich, wochentäglich lange Anfahrtswege zum Arbeitsplatz in Kauf zu nehmen.

 

Pendeln wird häufiger

Das passiert oft gerade in Ballungszentren wie Hannover. In der Region Hannover gibt es aktuell täglich 112.000 Einpendler, so hoch war die Nummer noch nie. Den höchsten Pendlergewinn weist dabei die Landeshauptstadt mit insgesamt rd. 290.000 Beschäftigten am Arbeitsort auf. Auf der einen Seite bietet Hannover viele attraktive Jobs an, auf der anderen Seite ist in den umliegenden Kommunen attraktiver Wohn- und Lebensraum zu finden. Das ist der Grund, warum sich viele dafür entscheiden, dem Großstadtstress zu entgehen und mit der Familie lieber in einer ruhigeren Gegend zu leben.

 

Das Pendeln angenehmer gestalten

Ob mit dem öffentlichen Personennahverkehr oder über das gut ausgebaute Verkehrinfrastrukturnetz – Pendeln frisst Zeit und Energie und ist erwiesenermaßen auf lange Sicht gesundheitsschädlich. Die Selber-Fahrer ärgern sich über Straßenverkehr und Stau oder verfallen selbst in zu offensive Fahrweisen und die Bus- und Bahnfahrer können kaum abschalten bei lauten Mitfahrern und immer mal wieder Fahrplanänderungen. Was also tun, um sich das Pendeln so angenehm wie möglich zu machen und dabei die Zeit effektiv zu nutzen?

 

die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen

 

Zum einen reduziert es den Stress spürbar, wenn Ihr den privaten PKW, der häufig auch nur singulär und nicht von günstigeren Fahrgemeinschaften genutzt wird, gegen den ÖPNV eintauscht: was sich finanziell rechnet, schont neben dem Geldbeutel auch die Nerven. Angenehmer Nebeneffekt: der BMI von Bus- und Zugpendlern ist durch Fuß-Zwischenstrecken meist niedriger als der der unabhängigeren Autopendler und das subjektive Gesundheitsbewusstsein ist positiver.
Beachtet Ihr einige Regeln, kann der Stress des Pendelns deutlich reduziert werden:
bei flexiblen Arbeitszeitmodellen z.B. Teilzeit lohnt es sich, Beginn und Ende der Arbeitszeit leicht losgelöst von der täglichen Rushhour zu legen und so dem Pendlerpulk auszuweichen.

 

Die Arbeitsstrecke angenehm gestalten

 

Kleine Ablenkungen einbauen

Gerne kleine Zeitpuffer einbauen, um nicht in Hektik wegen des wichtigen Meetings zu geraten, wenn der Zug verspätet einfährt oder Euch an der nächsten Baustelle das Reißverschlussverfahren droht.
Die Fahrten zur Arbeitsstelle sollten nicht zu eintönig werden, gerne mal neue Nebenstrecken ausprobieren – das trainiert Gehirn und Konzentration. (Hör-)Bücher, Musik oder berufliche Organisationstätigkeiten an Laptop und Smartphone verkürzen gefühlt die Fahrtzeit – hören, telefonieren (gegebenfalls über die Freisprecheinrichtung) oder Kalender-, Kontakt- und eMail-Pflege lassen die Zeit verfliegen.
Auch zu empfehlen: der Zwiebellook – so konfrontiert Ihr Euer Immunsystem neben dem berühmt-berüchtigten Kitaschnupfen nicht mit den Widrigkeiten der Personenbeförderung: Erkältungsviren und ausgefallenen Klima-/Heizanlagen. Der Rücken dankt es Euch, wenn Ihr hin und wieder die Sitzhaltung ändert.

PKW-Pendlern sei ein kurzer Spaziergang ans Herz gelegt; wenn der Parkplatz nicht direkt an der Firma liegt, lässt es sich nach frustiger Fahrtzeit besser entgegen dem Bewegungsmangel an der frischen Luft in den Tag starten und herunterkommen.
Was auch immer Ihr für Erfahrungen mit dem Pendeln habt, noch ein genereller Tipp: Pausen und gesunde Ernährung sind das A&O, um klassischen „Pendlerkrankheiten“ vorzubeugen.

Wie sieht Euer Weg zur Arbeit aus? Welche Verkehrsmittel nutzt Ihr hauptsächlich?

7 Kommentare

  1. Wir pendeln auch. Momentan fahre ich 40-50 Minuten zur Arbeit. Ich empfinde Stau im Vergleich zum Bahnfahren als weniger stressig. Ausfälle und Verspätungen sind eher normal als die Ausnahme, Manche Mitmenschen wissen nicht, was Dusche n oder Deos sind, statt Nase zu putzen wird die Rotze einfach hochgezogen, beim Husten nicht die Hand vor den Mund gehalten… Abgesehen von den Perverslingen, die ich schon in der Bahn hatte… Im Auto bin ich alleine und kann wenigstens Musik oder Radio hören. Niemand stinkt oder ist kank. Und der Stau ist vorhersehbar weil eh immer da. Da weiß ich was ich bekomme, beim Bahnfahren ist es jeden Tag wie Lotto.

  2. Zum Glück habe ich es nicht weit bis zur Arbeit. In ca. 20 Minuten mit dem Auto bin ich schon da 😉 Langes Pendeln wäre hingegen nichts für mich. LG

  3. Ich kann da gar nicht mitreden, da ich nur 7 Minuten mit dem Auto bis zur Arbeit brauche. Aber ich würde auch bei längeren Strecken immer das Auto vorziehen. Man ist viel unabhängiger. Allerdings kann ich mir eine so lange Pendelstrecke, wie sie manche von uns haben, nicht entspannt vorstellen – weder in Bahn noch im Auto. Leider muss man oft eine solche Strecke zurücklegen, um zu seiner Arbeit zu kommen. Da glaube ich auch, dass ein Spaziergang zum Auto, das weiter weg abgestellt wird, nicht entspannend ist, sondern man nur schnell nach Hause möchte.

    LG Sabine

  4. Der Name is total lustig 😀

    Also ich hasse Pendeln und bin froh dass meine Arbeit nur 1km von daheim entfernt is 😀 Zur Berufsschule musste ich jeden Tag über 100km mit dem Auto fahren, das war immer sehr nervig, aber besser als Zug (da hätte ich fast 3x so lange gebraucht weil 2x umsteigen haha). Liebe Grüße zurück

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