Gottes Botschaft

Tulpen-Frühling-Gedichte-1 Gottes Botschaft-Gottes Botschaft

Wie kann es sein, dass ich jeden Tag, jede Nacht, immer wieder daran denke,

wie Du für mich gelitten hast, gestorben bist und ich dich trotzdem immer wieder kränke.

Obwohl ich alles weiß, die Bibel sehr gut kenne,

und Dich Jesus Christus auch meinen Erretter nenne,

habe ich doch Phasen, Stunden, Tage, Wochen, wo ich Dich einfach so vergesse oh mein Herr,

dabei schreit meine Seele nach Dir, mein Verlangen…ich brauche Dich so sehr.

 

Geboren bist Du in einer Stadt in Judäa, Betlehem genannt,

einer kleinen Stadt, nicht sonderlich bekannt.

Maria, die Verlobte Josef’s brachte Dich zur Welt und Du wuchst heran,

lehrtest Gottes Wort und ließt Dich vom Johannes taufen, später als erwachsener Mann.

Ohne jede Sünde lebtest Du Dein ganzes Leben,

Du hast alles geteilt,

Menschen geheilt,

und Sünden vergeben.

Du hast uns beten gelehrt und durch Gleichnisse Gottes Wort klar gemacht,

wo wir uns dumm stellten und nicht verstehen wollten, hast Du Geduld aufgebracht.

Du hast Brot und Fisch vermehrt, Tote auferweckt und neues Leben geschenkt,

und trotzdem…trotz alledem haben wir Menschen, die Du von ganzem Herzen liebst, Dich so sehr gekränkt,

dass wir Dich, obwohl Du nichts getan hast, auspeitschen ließen.

Wir wollten Dich am Kreuz hängen sehen und Dein Blut runterfließen.

Wir lästerten Dich, lachten über Gott und sein Wort,

doch Du…ich kann es kaum aussprechen…bist für uns gestorben, weil Du uns liebst, an diesem grausamen Ort.

 

Noch in der selben Nacht nahmst Du Abschied und wir legten Dich in ein Grab hinein.

Wir dachten Du bist tot und wir weinten, doch zwei Tage später war das Grab leer und wir sahen zwei Engel auf dem Stein.

Wir erschraken und wagten es nicht sie anzusehen,

„Er ist auferstanden!“, sagten sie, und wir wussten, wir müssen in die Stadt zurück gehen.

Alle müssen es erfahren, dass Du lebst und nicht länger bei den Toten wohnst,

dass Du auferstanden bist, dass Du lebst, und jetzt oben im Himmel trohnst.

Ich weiss nicht, wie Du mich lieben kannst, nach Allem was ich Dir angetan, nach Allem wo ich so unfair war.

Doch das Einzige, was Dir wichtig ist: Gottes Botschaft, und die wurde mir heute klar!

 

Olga Wetzler, 20.06.2006